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Einen richtig gemütlichen Ofen im Wohnzimmer -

                            Das wär´s !!!

Bravo - Sie spielen mit dem Gedanken oder ha­ben sich sogar schon entschieden, sich ein ge­mütliches Feuer, in der Form eines Kamin- oder Kachelofens, in Ihre „gute Stube“ zu holen. Be­vor Sie einen Ofen kaufen oder sogar schon auf­stellen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

Sicher haben Sie schon bemerkt, dass es eine Vielzahl von verschiedenen Kamin-, Ka­chelöfen und ähnlichen Feuerstätten gibt. Bei Ihrer Wahl sollte nicht nur Aussehen und Preis den Kauf entschei­den, sondern auch die passende Heizleistung und der Brennstoffverbrauch. Als grobe Richtig für die Heizleistung des Ofens gilt - pro 10 m² Wohnfläche 1 kW. Hier sollten Sie sich von einem Fachmann beraten lassen.

Eine Feuerstätte braucht zur Verbrennung des Brennstoffes genügend Sauerstoff. Den Sauerstoff bzw. die Verbrennungsluft ent­nimmt sie in der Regel dem Aufstellraum. Durch dichte Fenster und Türen, oder durch Lüftungsanlagen und Dunstabzugshauben kann es passieren, dass nicht genügend Ver­brennungsluft zur Verfügung steht. Unter Umständen kann es zu einem Sauerstoff­mangel oder gar zu einem lebensgefährlichen Abgasaustritt kommen. Ihr Schorn­steinfeger kann Ihnen sagen, wie die Ver­brennungsluft-Versorgung  der neuen Feuer­stätte gestaltet werden kann.

Auch der richtige Aufstellort für den neuen Ofen will bedacht sein. In Treppenräumen von Mehrfamilienhäusern, notwendigen Flu­ren und Garagen dürfen zum Beispiel keine Feuerstätten aufgestellt werden.

Das Verbindungsstück bzw. Rauchrohr zwischen Ofen und Schornstein sollte nicht zu lang sein. Es muss auch die passende Größe und Stärke haben, sowie aus dem richtigen Material bestehen. Um hier auf Nummer Sicher zugehen, sollten Sie sich von einem Fachverkäufer oder  Schorn­-

steinfeger beraten lassen.

Ein ausreichender Abstand von mindestens 40 cm zwischen Feuerstätte (Herstellerangaben beachten), sowie Verbindungsstück (Rauchrohr) und brennbaren Teilen (Holzbalken, Vertäfelungen, Möbeln usw.) muss auf alle Fälle eingehalten werden.

Bei Verbindungsstücken zu Schornsteinen genügt eine Abstand zu brennbaren Bauteilen von mindestens 10 cm, wenn die Verbindungsstücke mindestens 2 cm dick mit nichtbrennbaren Dämmstoffen ummantelt sind. 

Unterhalb des Ofens ist ein eventuell vorhandener brennbarer Fußboden mit einem ausreichend großem nicht brennbarem Belag (Blech, Fliesen o.ä.; min. Größe siehe Bild) zu schützen. Diesen Be­lag sollten Sie groß­zügig genug gestalten, damit Kaminbesteck und Brennstoffkorb Ihren Fußboden nicht beschädigen. Der Belag muss sich nach vorn auf mindestens 50 cm und seitlich auf mindestens 30 cm über die Feuerraumöffnung hinaus erstrecken.

Als Brennstoff eignet sich am besten gut ab­gelagertes unbehandeltes Naturholz. Denn Holz ist ein nachwachsender und umwelt­freundlicher Brennstoff. Forstverwaltungen, Waldbesitzer und einige Tischlereien und Sägewerke bieten preisgünstig Brennholz an; und wenn Sie wollen, wird es sogar sta­pelfertig  und gehackt geliefert. In der Be­dienungsanleitung der Feuerstätte können Sie nachlesen, welchen Brennstoff und in welcher Güte, Größe und Menge Sie verhei­zen dürfen. Halten Sie sich bitte an die An­gaben des Feuerstättenherstellers, sonst kann es möglicherweise zu Problemen bei der Verbrennung kommen, wie z.B. starkes Ru­ßen und Rauchbelästigungen. Auf keinem Fall sollten Sie den Ofen zu stark drosseln: Ruß- und Teerablagerungen im Ofen, Schornstein und gegebenenfalls an der Sichtscheibe sind dann die Folge. Benutzen Sie Ihre Feuerstätte nie als Müllverbren­nungsanlage. Spanplatten, Papier oder gar Kunststoffe gehören in die Müll- oder Wert­stofftonne.

Zu einem richtigen Ofen gehört auch ein passender Schornstein. Hier sollten Sie auf jeden Fall Ihren Schornsteinfeger um Rat fragen, welcher der richtige oder geeignete Schornstein ist. Größe, Zustand und eventu­ell  schon vorhandene Feuerstätten müssen dabei beachtet werden. Den Anschluss der neuen Feuerstätte und nötigenfalls Ausbes­serungsarbeiten am Schornstein sollten Sie Fachleuten überlassen.

Nach Abschluss der Arbeiten informieren Sie bitte Ihren Bezirks-Schornsteinfegermeister, da­mit er die notwendige Begutachtung für die neue Feuerstätte und den Schornstein durchfüh­ren kann. Mit der  Bescheinigung über die Tauglichkeit können Sie dann den neuen Ofen ohne Bedenken benutzen. Natürlich gehört dazu auch eine regelmäßige Reinigung des Schorn­steines durch den Schornsteinfeger. Er kann Ih­nen gegebenenfalls auch weitere Tipps und Rat­schläge zum Betrieb der Feuerstätte geben.