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Maßnahmen zur Vermeidung von Schornsteindurchfeuchtungen

 Durchfeuchteter Schornsteinzug

 im Bereich eines Dachbodens

 

 

 

 

 

 

Beim Anschluß moderner Wärmeerzeuger an bestehende Schornsteine muss mit Schornsteindurchfeuchtungen gerechnet werden, wenn keine Abstimmung zwischen Feuerstätte und Schornstein erfolgt. Die Folgen sind Versottungen und Zerstörung des Mauerwerks.

Durch die Weiterentwicklung in der Heizkessel- und Brennertechnik haben sich die Auslegedaten für den Schornstein wesentlich verändert:

  • Die reduzierte Leistung des Wärmeerzeugers bewirkt einen geringeren Abgasmassenstrom
  • Der höhere feuerungstechnische Wirkungsgrad führt zu niedrigeren Abgastemperaturen.
  • Der angehobene CO2-Gehalt trägt gleichfalls zu einer verringerten Abgastemperatur bei und erhöht die Wasserdampftaupunkt-temperatur.
  • Die verlängerten Brennerlaufzeiten verkürzen die Stillstandszeiten, in denen der Schornstein austrocknen kann.

Wir festgestellt, dass innerhalb des Schornsteins mit einer Taupunktunter-schreitung gerechnet werden muss, so gibt es verschiedene Möglich-keiten, diese zu unterbinden.

Abgasrohr (Verbindungsstück), möglichst kurz und wärme-gedämmt.

Um die Auskühlung der Abgase auf den Weg vom Kessel zum Schornstein gering zu halten, sollte das Abgasrohr möglichst kurz und ansteigend verlegt und wärmegedämmt sein.

Einbau einer Nebenluftvorrichtung im Aufstellraum des Heizkessels.

Die Nebenluftvorrichtung öffnet in Abhängigkeit vom Schornsteinzug und lässt Raumluft zusätzlich mit in den Schornstein strömen.

Durch die Raumluftbeimischung wird folgendes bewirkt:

  • Schaffung konstanter Druckverhältnisse, gleichmäßiger Schornsteinzug (Verbesserung des Wirkungsgrades)
  • Senkung der Taupunkttemperatur (Temperatur bei der Wasserdampf des Abgases kondensiert)
  • Erhöhung der Abgasgeschwindigkeit
  • Durchlüftung des Schornsteins zum Zwecke der Austrocknung während der Stillstandszeiten des Wärmeerzeugers.

Wärmedämmung des Schornsteins

Durch die äußere Wärmedämmung des Schornsteins (z.B. im kalten Dachgeschossbereich) wird die Abkühlung der Abgase verringert. Dieses ist eine zusätzliche Möglichkeit, die besonders bei hohen Schornsteinabschnitten angewendet werden sollte.

Querschnittsverminderung von Schornsteinen (Schornsteinverrohrung)

Sie ist erforderlich, wenn unter Abwägung aller technischen Möglichkeitung (jede Feuerungsanlage ist gesondert zu beurteilen) die vorgenannten Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Bei Neuanschluss von Brennwertfeuerstätten ist die Querschnittsver-minderung durch Einbau von überdruckdichten feuchtigkeitsun-empfindlichen Abgasleitungen in den meisten Fällen immer erforderlich.

Es gibt folgende Arten von Querschnittsvermindungen:

  • Einbau von keramischen Rohren
  • Einbau von Glasrohren
  • Einbau von starren und flexiblen Edelstahlrohren
  • Einbau von emaillierten Stahlrohren
  • Einbau von Aluminiumrohren (Brennwertfeuerstätten)
  • Einbau von Kunststoffrohren (Brennwertfeuerstätten)